Brandfallsteuerdatenbank

Die Brandfallsteuermatrix dient als Grundlage zur Programmierung der Steuerlogik sämtlicher sicherheitsgerichteten Systeme, um damit die baurechtlich relevante Wirkprinzipprüfung durchführen zu können.

 

Für kleine Bauprojekte mag es ausreichend sein, sämtliche Brandfallauslöseszenarien mit den daraus resultierenden notwendigen Maßnahmen der betroffenen technischen Anlagen in Tabellenblättern aufzuführen und als Prüfgrundlage für die Wirkprinzipprüfungen zu nutzen; für Großbaustellen hingegen sollte eine datenbankgestützte Version, aufgrund der Menge an Informationen, obligatorisch sein.

 

Für die Wirkprinzipprüfung kann der Sachverständige anhand der Vorleistungen erkennen, dass die notwendigen Gewerke-Sachverständigenabnahmen durchgeführt wurden und Prüfszenarien für sich auswählen. Diese Art der Zusammenarbeit führt die gewerkeübergreifenden Informationen strukturiert zusammen und vereinfacht die Handhabung der Datenmenge.

 

Der frühzeitige Beginn der Erstellung und Programmierung der Brandfallsteuermatrix ist aufgrund des hohen Arbeitsaufwandes sehr wichtig. Die Reihenfolge der Programmierung sollte so sein, dass möglichst früh einzelne Brandfallszenarien getestet werden können. Die bauliche Fertigstellungen der betroffenen Gewerke inkl. der Fläche (KG 300) sind dementsprechend einzutakten (siehe Tabelle 2 Sicherheitsrelevante Anlagen und Komponenten).

 

Tabelle Sicherheitsrelevante Anlagen und Komponenten

Brandmeldeanlage Brandmelder
Druckknopftaster Linearmelder
SAA / ELA / EANWS Gaslöschanlage
Sprinkleranlage (ggf. autark) Förderanlagen
RLT-Anlagen Entrauchungsanlagen
Brandschutzklappen Rauchschutzklappen
Entrauchungsklappen Fassadenelemente / Nachströmöffnungen
Feuerwehrtableau mit Schalterbelegung BOS-Anlage
Türen, Tore Rauchschutzvorhänge
Blitzleuchte Übertragungseinheit (ÜE)

 

Anbieter

Entsprechend aktueller Recherche befindet sich momentan nur ein Anbieter auf dem Markt, der explizit Software zur Erstellung einer Brandfallsteuermatrix anbietet (BASIX – Frankfurt IT GmbH). In dem Projekt in Villingen-Schwenningen wurde das gesamte Objekt mit sämtlichen Brandfallszenarien und Prüfungen in Excel-Sheets gepflegt. Aufgrund der Datenmenge eine sehr umfangreiche und aufwendige Arbeit. Für die EZB wurde eine eigenständige webbasierte Datenbank entwickelt.